Korrekturvorschriften der AO – die richtige Prüfungsreihenfolge

Bei Korrekturvorschriften ist die Reihenfolge entscheidend: Erst den Fehler einordnen, dann die passende Änderungsnorm prüfen.

Schritt 1: Fehlerart

Liegt ein mechanisches Versehen, eine neue Tatsache, ein Grundlagenbescheid, ein rückwirkendes Ereignis oder ein anderer Änderungsgrund vor?

Schritt 2: Passende Norm

Je nach Fehlerbild kommen insbesondere § 129 AO oder die §§ 172 bis 175b AO in Betracht.

Schritt 3: Änderungsrichtung

Prüfen, ob die Norm eine Änderung zugunsten, zuungunsten oder in beide Richtungen erlaubt und welche zusätzlichen Voraussetzungen gelten.

Schritt 4: Verjährung

Zum Schluss immer prüfen, ob die Festsetzungsfrist noch läuft oder eine Ablaufhemmung greift.

Typischer Fehler

Eine bekannte Korrekturvorschrift sofort anzuwenden, ohne das konkrete Fehlerbild sauber einzuordnen.

Merksatz

Fehlerbild → Änderungsnorm → Änderungsrichtung → Verjährung.

Stand: Oktober 2026. Allgemeine Information, keine Einzelfallberatung.

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